Unbezahlbar und freiwillig - PfL ausgezeichnet

 

Partnerschaft für Lehrstellen wurde am 30.09.2006 im Rahmen des Wettbewerbs “unbezahlbar und freiwillig” ausgezeichnet. “Unbezahlbar und freiwillig” ist ein Wettbewerb des Landes Niedersachsen, der VGH Versicherungen und der niedersächsischen Sparkassen. Peter und Kerstin Schürmann nahmen am Samstag stellvertretend für den Verein den Preis in Hannover entgegen.

 

Schulabgänger fürchten das berufliche Abseits

Die Klasse 8b der Haupt- Realschüler der Schule im Innerstetal (Niedersachsen) wendet sich mit der Aktion „Wer ausbildet, wird Weltmeister“ zusammen mit der Jugendinitiative Partnerschaft für Lehrstellen e. V. (PfL) an die Öffentlichkeitsarbeit. Sie fürchten, dass im Sommer überdurchschnittlich viele Schulabgänger keine Lehrstellen finden werden und ins berufliche Abseits geraten. Schon im Frühjahr wandten sie sich an Kanzlerin Angela Merkel, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. In einer weiteren Briefaktion wenden sie sich erneut an die Kanzlerin mit der Bitte um Unterstützung bei ihrer Lehrstellenaktion.

Partnerschaft für Lehrstellen e. V. unterstützt die Schüler bei ihrer Aktion und warnt für dieses Jahr vor einer erneuten Krise auf dem Lehrstellenmarkt. Die Schwere zwischen verfügbaren Ausbildungsplätzen und nachfragenden Jugendlichen werde immer größer. Nach aktuellen Schätzungen werden in diesem Jahr bis zu 300.000 Lehrstellen fehlen. Nach Ansicht des Vereins reichen die Maßnahmen, die im Rahmen des Ausbildungspaktes zwischen deutscher Wirtschaft und Bundesregierung getroffen wurden, nicht mehr aus. der PfL-Vorsitzende und Lehrer Peter Schürmann appelliert dringend an die Beteiligten, den Pakt nachzubessern und größere Anstrengungen zu unternehmen, die riesige Lücke zu schließen. „Es gibt immer noch knapp 600.000 Betriebe in Deutschland, die ausbilden könnten, es aber aus verschiedenen Gründen noch nicht tun“.
Die Schulklasse aus Niedersachsen und Partnerschaft für Lehrstellen e. V. schließen sich dem jüngsten Aufruf von Bundespräsident Horst Köhler an und bitten Firmen und Betriebe dringend darum, mehr Ausbildungsplätze einzurichten. „Es geht hier auch um ein Stück Verantwortung für die Zukunft“ so PfL-Vorsitzender und Lehrer Peter Schürmann. Wenn immer mehr Jugendliche mangels Lehrstelle auf der Strecke blieben, gehe immer auch ein Stück Zukunft verloren. „Es geht nicht nur darum, Weltmeister zu werden, sondern auch zu bleiben“.

Kontakt: Peter Schürmann, 0171/4171707, Büro: 05341/393901, email: p-f-l@t-online.de

PfL zu Gast auf dem Ideenpark

ideenpark 

Partnerschaft für Lehrstellen wird mit freundlicher Unterstützung des METROPOL-Verlages vom 20.-22. Mai 2006 auf dem Ideenpark auf dem Expo-Plaza zu Gast sein. Dort haben Jugendliche dann die Möglichkeit, mit dem Lehrstellenfuchs auf Ausbildungssuche zu gehen.

Justizministerin besucht PfL-Stand

Die niedersächsiche Justizministerin Elisabeth Heister-Neumann, CDU, besuchte am Donnerstag den Messestand von PfL. Dort informierte sich die Ministerin von Peter Schürmann über die Messeaktivitäten und die Arbeit von PfL in Niedersachsen.

Bildungsminister Busemann zu Gast am Messestand

Busemann

Der niedersächsische Bildungsminister Busemann (CDU) machte im Rahmen seines Messerundgangs Station am Messestand von PfL. Dort informierte er sich über die Lehrstellenangebote des Vereins und die Internetbörse www.lehrstellenfuchs.de

Unterwegs in Sachen Zukunft

1997 gründete Peter Schürmann den Verein »Partnerschaft für Lehrstellen«. Der Grund: Von 29 Schülern seiner Abschlussklasse an der Hauptschule in Salzgitter-Bad hatten nur zwei einen Ausbildungsplatz bekommen.

Was als lokale Schülerselbsthilfe begann, ist mittlerweile zu einem bundesweiten Jugendaktionsbündnis geworden. Der Lehrstellen-Truck des Vereins rollt nun schon im fünften Jahr durch das Land. Tausende Kilometer hat der Achteinhalbtonner auf seinen Touren quer durch Deutschland zurückgelegt – von Rügen bis Kempten und von Saarbrücken bis Frankfurt/Oder. Mit über 1600 Schulen hat der Verein dabei zusammengearbeitet und während dieser Zeit rund 17000 Ausbildungsplätze in Firmen und Betrieben generiert. Wie viele Schüler das Angebot wahrgenommen haben, kann schon nicht mehr gezählt werden.

Ein Truck als Botschafter

Seit Sommer 2003 fährt der Truck in Kooperation mit »Team Arbeit für Deutschland «. Über 150 Stationen in Deutschland sind vorgesehen. Ziel der Kampagne ist es, Jugendliche bei der Berufswahl zu unterstützen, bei Firmen und Betrieben für mehr Ausbildungsplätze zu werben und sie mit den Schulabgängern direkt in Kontakt zu bringen. Letztlich fungiert der LKW auch als Botschafter für die Idee von »Team Arbeit für Deutschland«, ein Netzwerk gegen Arbeitslosigkeit zu bilden. Das Team will die vielen solidarischen Ansätze in den Städten, Kommunen und Regionen aufgreifen, vernetzen und zu neuem Engagement mobilisieren.

Erdacht wurden die Idee und das Konzept für die Trucktour gemeinsam vom Verein »Partnerschaft für Lehrstellen« sowie Partnern und Sponsoren aus der Wirtschaft. Start der ersten Tour war Februar 1999, der Sänger, Marius Müller-Westernhagen, gab damals auf der Cebit in Hannover den Startschuss. Zusammen mit den Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) ging es dann auf die erste Tour. Schulen, Schüler und Betriebe wurden vor Ort zusammengeführt.

Der Truck gastierte in Städten auf Ausbildungsmessen und -börsen. Rund um den Truck werden den Schülern Workshops angeboten, in denen sie ihre Bewerbungen verbessern oder Tipps und Kniffe für ein Bewerbungsgespräch erlernen konnten. Die Schüler können sich direkt vor Ort über Berufe informieren und mit Ausbildern ins Gespräch kommen. Zahlreiche Ausbildungsverträge kamen und kommen anlässlich dieser Veranstaltungen zustande. Heute fährt der Verein vorwiegend öffentliche Plätze in Städten oder Schulen an, steht aber auch für einzelne Messen und Aktionstage von Kammern oder lokalen Projekten zur Verfügung. So im letzten Jahr am Europacenter in Berlin oder auf einer Veranstaltung der IHK in Frankfurt (Oder).

Jugendliche nehmen Angebote der Agentur für Arbeit kaum wahr

Die Berufsberatung der Arbeitsagenturen ist bei den meisten Terminen ebenso vor Ort wie die Kammern von Handwerk, Industrie und Handel. Vormittags steht der Truck, der mit vier Internetrechnern ausgestattet ist, Schülern und Passanten zur Verfügung. Die Schüler lernen vor Ort die maßgeblichen Online-Börsen für Ausbildungsplätze kennen und werden im Umgang mit ihnen geschult. In der vereinseigenen Ausbildungsplatzbörse »Lehrstellenfuchs.de« können die Schulabgänger ihre Online-Bewerbung direkt erstellen und an Firmen und Betriebe verschicken. Eine herkömmliche Bewerbung wird die Online-Bewerbung zwar noch nicht ersetzen, aber sie kann Türen öffnen: Bei vielen Bewerbern fordern interessierte Betriebe konkret Unterlagen nach. Für Jugendliche, die sich über ihren Berufswunsch noch immer im Unklaren sind, steht der Berufsberater der zuständigen Arbeitsagentur bereit, er gibt eine grobe Orientierung, benennt weitere Ansprechpartner und zeigt Ausbildungsberufe, die jenseits des obligatorischen Kfz-Mechatronikers und der Arzthelferin liegen.

Trotz breiter Präsenz der Berufsberater in den Schulen nimmt ein Großteil der Jugendlichen die Angebote zur Berufsorientierung und Stellenvermittlung der Agentur für Arbeit nicht mehr wahr. Ein Ziel der Initiative ist daher auch, die Jugendlichen wieder an die Angebote der Arbeitsagenturen und Kammern heranzuführen. Getreu dem Vereinsnamen setzt die »Partnerschaft für Lehrstellen« auf Motivation und Kooperation, um Firmen für die Berufsausbildung zu gewinnen. Aus Sicht des Vereins ist die diskutierte Lehrstellenabgabe dabei der falsche Weg. Trotzdem oder gerade deswegen sind die 600000 Betriebe in Deutschland, die ausbilden könnten, es aber nicht tun, im Visier des Vereins. Hier müssen Hemmnisse und Vorbehalte abgebaut werden.

Einen Scheck für jeden Ausbildungsplatz

Zugleich setzt sich der Verein auch für Reformen bei der Berufsberatung und -orientierung ein – beides muss zielgruppengerechter und effektiver werden, um von den Jugendlichen angenommen zu werden. In Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg wird derzeit, im Rahmen der Tour, in drei Städten ein Konzept erprobt, das die Angebote der BA jugendgerecht präsentiert und bewirbt.

Die Crew fährt aber auch vor Ort in die Betriebe. Jede Firma, die zusätzliche Ausbildungsplätze einrichtet und sie der Initiative meldet, erhält vom »Team Arbeit für Deutschland« einen Lehrstellen-Scheck. Die Anzahl der geschaffenen Ausbildungsplätze wird auf dem Scheck vermerkt, der von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement gegengezeichnet wird. Überreicht wird der Lehrstellen-Scheck im Rahmen der Aktionstage von »Team Arbeit« oder persönlich in den Unternehmen. Der Hintergrundgedanke ist einfach, aber wirksam: Wer heute zusätzlich ausbildet und Jugendlichen noch eine Chance gibt, der zeigt soziales Engagement. Und damit soll er auch werben dürfen.

Ausbildung geht alle an

Von den Ausbildern werden aber auch Klagen an das Truck-Team weitergereicht: die Anforderungen an die Berufsausbildung steigen, die Qualifikationen der Jugendlichen sinken. Hier sieht die Lehrstelleninitiative alle in der Pflicht. Lehrstellen schaffen ist nicht genug. Damit weniger Jugendliche ihre Ausbildung abbrechen, brauchen sie auch Unterstützung. Die Bildungspolitik muss dafür sorgen, dass die Qualifikationen der Schulabgänger besser werden. Die Jugendlichen selbst müssen sich verstärkt um ihre Berufsorientierung kümmern und schließlich sollten die Firmen ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden und ausbilden.  Hier setzt die »Partnerschaft für Lehrstellen« an. Der Verein hilft den Schulabgängern in der schwierigen Phase der Berufswahl. Das Büro in Salzgitter steht Jugendlichen aus der Region nach der Schule für Fragen und zur Kontaktvermittlung zur Verfügung. Mitarbeiter und ehrenamtliche Mitglieder verschaffen sich einen Eindruck von dem Schulabgänger, prüfen seine Bewerbung und Berufswunsch und gehen mit ihm gemeinsam in Betriebe vor Ort. Direktbewerbung heißt die Methode des Vereins und die Erfahrungen sind durchweg positiv. Immer wieder werden Schüler ermuntert, in den Ferien ein Praktikum in einem Betrieb zu machen. So verhelfen die Aktivitäten des Vereins auch oft den Schülern zu einem Ausbildungsplatz, die mit schlechteren Zeugnissen die Schule verlassen. Wenn sich der Ausbilder einen persönlichen Eindruck von den Jugendlichen macht und nicht nur das Zeugnis sieht, springt oftmals doch noch ein Ausbildungsvertrag heraus.

Die Aktivitäten und Projekte, die der Verein seit Jahren erfolgreich durchführt, zeigen, dass sich die Probleme auf dem Ausbildungsmarkt gemeinsam lösen lassen, wenn alle Beteiligten in den Problemlösungsprozess eingebunden und gehört werden. Das ermutigt, denn schließlich geht es um die Zukunft unserer Jugend und damit auch um die Zukunft unserer Gesellschaft.

Jobsuchmaschine auf Rädern

Märkische Oderzeitung vom 29.07.2003

Eisenhüttenstadt (MOZ) Der Truck für Ausbildungssuchende wird am 15. August auf dem Inselvorplatz stoppen. An diesem Freitag ist Brandenburg das zweite Bundesland auf dem Tourenplan der Aktionstage der Bundeswirtschaftsinitiative “TeamArbeit für Deutschland”. Nach dem Auftakt der Aktion in Saarlouis Ende Juni kommt die Aktion nun in die Partnerstadt nach Eisenhüttenstadt. Der große Ausbildungs-Truck der Initiative Partnerschaft für Lehrstellen soll dabei die Belange der Jugendlichen abdecken. Sie können im Internet nach freien Ausbildungsplätzen stöbern oder sich online bewerben.

Von ANDREAS WENDT

“Jeder kann etwas tun: Lehrer, die ihre Schüler auf den Berufsstart vorbereiten; die Chefs der deutschen Automobilindustrie, die gemeinsam über neue Arbeitsmodelle in der Branche nachdenken, Handwerker, die neue Lehrstellen schaffen, Existenzgründer, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, Berufstätige, die ihre Haushaltshilfe als Mini-Jobberin anstellen”, schreibt Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement im Vorwort der Broschüre zum bundesweiten Netzwerk “TeamArbeit für Deutschland”, deren Auftaktveranstaltung im Land Brandenburg am 15. August in Eisenhüttenstadt stattfindet, im Beisein von Clement selbst und dem brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck.

Einer, der schon seit Jahren etwas für mehr Ausbildungsplätze tut, ist der Lehrer Peter Schürmann. Erst am Sonntag war in der ARD-Sendung “Sabine Christiansen” zu Gast und warb er für sein Projekt und auch für “TeamArbeit für Deutschland”. Am Ende konnte durch diese Sendung seine Lehrstellenbörse im Internet unter www.lehrstellenfuchs.de einen Zugang von 80 neuen Ausbildungsplätzen verzeichnen. Am 15. August wird der Ausbildungstruck, der seit 1999 bundesweit auf Tour ist, vor der Inselhalle stoppen und Anlaufstelle vor allem für die Jugendlichen sein, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. “Im Innern des Trucks befinden sich mehrere Internet-Terminals und auch Platz für Seminare”, beschreibt Christian Wolf, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei “Partnerschaft für Lehrstellen e.V.”, das Innenleben des Trucks. Die Initiative selbst hat ihren Ursprung in Salzgitter, wo im Frühjahr 1997 eine medienwirksame Strategie gegen Lehrstellenmangel in Deutschland erarbeitet worden ist. Wenig später wird aus dem lokalen Engagement ein bundesweites Projekt. Namhafte Gruppen wie die “Fantastischen Vier” oder “Fury in the slaughterhouse”, letztere Band tritt am 23. August beim Stadtfest auf, unterstützten die Initiative. Im Herbst 1998 wurde das Projekt mit dem Ausbildungs-Oskar in Gold ausgezeichnet.

In Eisenhüttenstadt ist der Truck am 15. August nur ein Mosaikstein im Ensemble “TeamArbeit für Deutschland”. Auszubildende aus gesuchten oder verfügbaren Ausbildungsberufen in Eisenhüttenstadt präsentieren Ausbildungssuchenden ihren Arbeitsalltag praxisnah. Nicht besetzte Lehrstellen sollen vermittelt und auch auf den von der Stadt organisierten Ausbildungstag im September hingewiesen werden. “Wir helfen bei der Internetsuche und wollen auf einer Bühne, die vor dem Truck aufgebaut wird, mit Jugendlichen selbst ins Gespräch kommen”, sagt Christian Wolf. Auch Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement wird dem Ausbildungstruck einen Besuch abstatten, schließlich ist der Truck der Initiative “Partnerschaft für Lehrstellen” erstmalig ins Projekt “TeamArbeit für Deutschland” integriert. Auf dem Weg von Thüringen, wo der Truck derzeit bei der Agentur “Albatros” auf seinen nächsten Einsatz wartet, wird er auf der Fahrt nach Eisenhüttenstadt bei Unternehmen Halt machen und für Ausbildungsplätze werben.

Normalerweise steuert der Truck Messen und Schulen an, wo auch Bewerbungshinweise in Seminarform angeboten werden. “Wenn wir in Eisenhüttenstadt sind, ist aber noch Ferienzeit, so dass wir jetzt individueller auf einzelne Jugendliche eingehen können”, sagt Christian Wolf. Die jungen Leute können nicht nur in der vereinseigenen Lehrstellenbörse im Internet nach geeigneten Ausbildungsplätzen suchen, sondern auch unter fachlicher Anleitung eine Online-Bewerbung erstellen und auf den Weg zum Ausbildungsbetrieb schicken. “Zu diesem Zweck haben wir eine Digitalkamera mit an Bord”, kündigt Wolf an. Ob auch Peter Schürmann selbst nach Eisenhüttenstadt kommen wird, steht noch nicht genau fest.

Doch nicht allein der Ausbildungstruck steht im Mittelpunkt des Aktionstages am 15. August. In der Inselhalle stellen sich während dieses Tages Unternehmer, Projekte und weitere Initiativen vor. Zusammen mit Politikern, Prominenten und Profis bieten sie den Besuchern die Möglichkeit zum Gespräch und Erfahrungsaustausch.

Erfolgreichen Eisenhüttenstädtern wird durch “TeamArbeit für Deutschland” die Chance gegeben, sich auf dem Aktionstag mit ihrer Idee zu präsentieren.

Wer eine kreative Geschäftsidee umgesetzt oder im Kopf hat, kann drei von insgesamt 15 Info-Ständen besetzen und sein Engagement sogar Wolfgang Clement und Matthias Platzeck vor Augen führen. Bewerben kann man sich noch bis zum 2. August schriftlich unter der Adresse “TeamArbeit für Deutschland”, Postfach 022477, 10126 Berlin oder per Mail unter aktionstage@teamarbeit-fuer-deutschland.de. Das komplette Programm für den Aktionstag am 15. August von 12 bis 20 Uhr ist im Internet unter www.teamarbeit-fuer-deutschland.de einzusehen.

Mehr über die Ausbildungsbörse im Internet und das Projekt “Partnerschaft für Lehrstellen” ist unter den Adressen www.pfl-online.de und www.lehrstellenfuchs.de zu erfahren.

Dienstag, 29. Juli 2003 (16:28)

ZDF: Lehrstellentruck in Quedlinburg

Vorfahrt für Lehrstellen - Ausbildungstruck beendet Tour in Quedlinburg

Fachwerkhäuser, Kopfsteinpflaster, alles klein und gemütlich - Quedlinburg ist für die zahlreichen Touristen ein Märchendorf, ein “altdeutscher Traum”, wie es heißt. Für die Jugendlichen ist es eher ein Albtraum und ein Ort ohne Zukunft.

ZDF-Beitrag anschauen

18 Schüler mit Ausbildungsplatz

Salzgitter-Zeitung, Donnerstag, 27.05.2004

Zwischenbilanz von Partnerschaft für Lehrstellen
 
 SALZGITTER. Schon seit März läuft wieder das Salzgitter-Projekt. Die von Partnerschaft für Lehrstellen (PfL) initiierte Aktion bemüht sich darum, Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz doch noch einen Lehrvertrag zu vermitteln – in Kooperation mit der Stadt Salzgitter, der Arbeitsagentur, Verbänden und Initiativen aus der Region.

“Zunächst brauchen wir einen konkreten Überblick über die Situation in diesem Jahr”, sagt Vereinsvorsitzender Peter Schürmann. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Statistik der Stadt Salzgitter wurde unter allen Schulabgängern eine Datenerhebung durchgeführt. Schürmann: “Wir wollen wissen, wer eine Lehre machen will, wer schon eine Lehrstelle hat und wer noch unversorgt ist.”

Ungeachtet der zu erwartenden Ergebnisse ginge man, so Vorsitzender Schürmann, von deprimierenden Zahlen aus – das zeichnete sich bereits in einer Vorab-Erhebung durch PfL ab.

Jobs für achtzehn Schüler

Mit insgesamt 303 Schülern haben die Mitarbeiter von Partnerschaft für Lehrstellen in den letzten Wochen bereits eine Online-Bewerbung in der vereinseigenen Internet-Datenbank Lehrstellenfuchs.de durchgeführt. Von bisher 115 betreuten Schulabgängern haben mit Hilfe des Salzgitter-Projektes und der Azubithek noch achtzehn Schüler einen Ausbildungsplatz in der Region Salzgitter/Braunschweig/Wolfenbüttel erhalten können. Immerhin: Für weitere dreizehn  Schüler konnten bereits Vorstellungsgespräche vermittelt werden. Dennoch bleiben momentan rund 50 Prozent der bisher betreuten Schüler unversorgt.

Appell an Unternehmen

Schürmann appelliert eindringlich an alle Unternehmen in Salzgitter, doch noch zusätzliche Ausbildungsplätze einzurichten oder sich für einen neu zu schaffenden Ausbildungsplatz zu entscheiden. Betrieben, die sich nicht sicher sind, ob sie ausbilden können, gibt der Verein auf Anfrage Hilfestellung.

Schürmann: “Mit vereinten Kräften gelingt es uns immer wieder, den einen oder anderen doch noch in einem zusätzlichen Ausbildungsverhältnis unterzubringen.” Lobend äußert sich der Vorsitzende über das Engagement vieler Unternehmer der Region: “Viele zeigen doch angesichts der schlechten Lage auf dem Lehrstellenmarkt soziale Verantwortung und richten noch Ausbildungsplätze ein. Das ist der richtige Weg.”  vb
 
 

Bilanz zur CeBIT 2004

CeBIT 2004 - Die Bilanz

“1000 Ausbildungsplätze für die CeBIT” - mit diesem Motto traten die Partnerschaft für Lehrstellen und TeamArbeit für Deutschland auf der weltgrößten Computermesse CeBIT in Hannover an. Eine Woche wurde in der niedersächsischen Landeshauptstadt für mehr Ausbildung getrommelt. Ganze tausend Plätze wurden es dann nicht, aber trotzdem ist das Ergebnis “sehr zufrieden stellend”, so der Vorsitzende von Partnerschaft für Lehrstellen, Peter Schürmann. “Knapp 700 Ausbildungsplätze wurden uns gemeldet”, so Schürmann, der jetzt mit seinem Team die Messekontakte nachbereiten muss. “Zahlreiche Lehrstellenzusagen trudeln jetzt erst nach der Messe ein”, berichtet Schürmann, “da wir die Personalverantwortlichen erst jetzt erreichen können.” Als Türöffner habe sich die Messe aber bewährt, versichert der PfL-Vorsitzende.

Mit zahlreichen Talkrunden, dem Einsatz der “Lehrstellenscouts” und der Unterstützung von Hit-Radio Antenne hatten PfL und TeamArbeit auf der Computermesse das Thema Ausbildung auf die Agenda gesetzt. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement besuchte den Messestand ebenso wie Bundestags- und Landtagsabgeordnete von CDU, SPD, FDP und PDS, ebenso Unternehmervertreter und Gewerkschafter.

Während der ganzen Messe waren die Lehrstellenscouts von PfL auf dem Gelände unterwegs und sprachen Messebesucher und Aussteller an. Am Messestand konnten Interessierte spontan freie Ausbildungsplätze melden, suchenden Jugendlichen standen die eingeworbenen Lehrstellen direkt online über die Lehrstellenbörse www.lehrstellenfuchs.de zur Verfügung. “Wichtig ist uns die Transparenz”, erzählt Schürmann, “wir wollen die eingeworbenen Lehrstellen direkt an die suchenden Jugendlichen weitergeben”. Zahlreiche Unternehmer erklärten sich auch spontan bereit, noch zusätzliche Ausbildungsplätze bereitzustellen.

Unterstützung gab es auch von prominenten Sportlern: Die Spieler vom Bundesligisten VfL Wolfsburg und der Eishockey-Mannschaft Hannover-Scorpions statteten dem Messestand einen Besuch ab.

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